Das österreichische Bildungssystem besteht aus folgenden Bereichen:
Eine anschauliche Darstellung der Bildungswege in Österreich finden Sie hier: Grafik
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Die Schulpflicht beginnt mit dem 6. Lebensjahr und dauert neun Jahre. Österreichische staatliche Schulen sind grundsätzlich unentgeltlich und allgemein zugänglich.
Nach vier Jahren Volksschule kann zwischen vier Jahren Hauptschule oder einer Allgemein Bildenden Höheren Schule gewählt werden. Letztere unterteilt sich in vier Klassen Unterstufe und vier Klassen Oberstufe und schließt mit einer Reifeprüfung ab, welche die Hochschulreife bescheinigt.
Berufsbildende Mittlere Schulen (z. B. Fachschulen, Handelsschulen) umfassen ein bis vier Schulstufen und sollen Schülern das fachliche Wissen vermitteln, welches für die jeweilige Berufsausübung notwendig ist. Berufsbildende Höhere Schulen (z. B. Handelsakademien) umfassen fünf Schulstufen und sollen eine höhere allgemeine und fachliche Bildung vermitteln. Der Abschluss erfolgt durch eine Reife- und Diplomprüfung, welche ein weiterführendes Studium ermöglicht.
Aufbaulehrgänge sollen Absolventen Berufsbildender Mittlerer Schulen zum Bildungsziel einer Berufsbildenden Höheren Schule führen. Kollegs sollen Absolventen Allgemein Bildender Höheren Schulen ergänzend die Lerninhalte einer Berufsbildenden Höheren Schule vermitteln.
Die Lehrlingsausbildung setzt den erfolgreichen Abschluss der Pflichtschule (9. Schulstufe) voraus und basiert auf dem Prinzip des dualen Systems:
Ausbildung im Betrieb
Unterricht in der Berufsschule
Die berufspraktische Ausbildung findet überwiegend im Betrieb statt, welche durch einen begleitenden allgemeinen Unterricht in einer Berufsschule ergänzt wird. Als Basis der Berufsausbildung dient der Lehrvertrag, welcher zwischen Lehrberechtigten und Lehrling abgeschlossen wird. Der Lehrling erhält vom Lehrbetrieb eine Lehrlingsentschädigung, die im Kollektivvertrag geregelt ist. Diese Ausbildungsform schließt mit einer Lehrabschlussprüfung ab.
Die Hochschulausbildung umfasst das Angebot der
Fachhochschulen mit ihren Bachelor- und Masterstudiengänge bieten eine wissenschaftlich fundierte und praktische Berufsausbildung auf Universitätsniveau. Berufspraktika sind meist Teil dieser Ausbildung, die mit einer Bachelor- oder Masterarbeit abschließt.
Universitäten bieten Bachelor-, Master- und Doktoratsstudien an und sind für die wissenschaftliche Berufsvorbildung der Studierenden sowie die Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Forschung zuständig. Das jeweilige Studium schließt mit einer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit ab.
Man unterscheidet hier zwischen
Der Ende der 1990er Jahre gestartete "Bologna Prozess" hat unter anderem die bessere Vergleichbarkeit des Hochschulwesens in Europa sowie die Vereinfachung der Anerkennung von Studienabschlüssen im In- und Ausland zum Ziel. Diese Schaffung eines Europäischen Hochschulraums unterstützt die Internationalisierung des tertiären Bildungssektors und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.
Auch Österreich bekennt sich zu diesem ständigen Prozess des grenzüberschreitenden Know-how-Transfers. In vielen Branchen - so auch im Tourismus - ist diese Internationalisierung von höchster Bedeutung. Dies beginnt bereits mit internationalem Studentenaustausch (z. B. Sokrates) und Auslandspraktika (z. B. Leonardo da Vinci) während des Studiums und wird in der Berufspraxis durch grenzüberschreitende Partnerschaften und Projekte weitergeführt. Ein Beispiel für die Unterstützung des Exports von österreichischem Tourismus-Know-how im Bereich der Aus- und Weiterbildung, Forschung und Beratung ist die durch Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit entstandene Internetplattform tourism-knowhow.at.
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